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Das Leben ist zu kurz für negative Gedanken


Es kommt immer mal vor, dass man einen Tag erwischt, der nicht so das ist, was man als „das Gelbe vom Ei“ bezeichnet. Dann hadern wir mit uns und mit der Welt. In meinem Blog möchte ich Dir Gedanken anbieten, die Dir neue Inspirationen und neue Blickwinkel geben, Dich nachdenken lassen, Dir aber auch das eine oder andere Mal ein Lächeln ins Gesicht und Leichtigkeit in den Tag zaubern. Heute ist ein guter Tag!


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24.09.2025

Ein Schock, der dein Glück kosten kann

Eine Fehlgeburt zur erleiden ist nicht nur traurig, es kann ein Schock für dich sein, mit dem wir sehr unterschiedlich umgehen.
Die einen sagen „das kann passieren“ und gehen zum Alltag über, die anderen sitzen wochenlang in einem Loch und kommen mit der Trauer nicht klar.

Häufig erlebe ich Frauen, die Jahre nach einer Fehlgeburt nicht mehr schwanger werden. Dabei ist es egal, ob sie schon Kinder haben, wie viele Kinder sie haben oder ob es das erste Kind war, dass sich schon während der Schwangerschaft wieder auf den Weg ins Seelenland gemacht hat.

Da ich selbst weiß, wie es ist, nach der kurzen Freude der Schwangerschaft ein Kind wieder zu verlieren und in der Zeit oft Angst hatte, dass ich später einmal krank werden könnte, wenn ich keinen Weg finde, gesund damit umzugehen, habe ich einen Behandlungskonzept entwickelt, das ich heute auch meinen Kundinnen anbiete.

Wenn der Schock tief sitzt, so tief, dass das Unterbewusstsein es für besser hält, keine Schwangerschaft mehr zuzulassen, das Herz aber nach dem Glück greifen möchte und der Kopf einen Grund sucht, um zu verstehen, warum das passiert ist, ist das eine Menge Gefühl, das da in einem Körper kämpft.

Der erste Weg führt nach der Fehlgeburt zur Gynäkologin. Meist heißt es dann, dass sowas passieren kann. Nach einem ersten Verlust wird in der Regel noch nicht weiter nach Ursachen geforscht, denn es ist durchaus möglich, dass die Eizelle einen Defekt hatte oder der Zeitpunkt der Einnistung ungünstig für eine intakte, kraftvolle Schwangerschaft war.

Untersuchungen werden von den Krankenkassen erst nach der dritten Fehlgeburt bezahlt.
Das heißt, anfangs muss man es erstmal so hinnehmen, dass das passieren kann. Es ist ja auch durchaus möglich, dass eine Frau bald darauf wieder schwanger wird und alle gut geht.

Was ist aber, wenn du nicht wieder schwanger wirst. Vielleicht hast du schon Kinder und jeder sagt dir „warte mal ab, das klappt bestimmt noch“. Ich frage hingegen: „was ist passiert, dass du nicht wieder schwanger wirst? Wann hat dein Körper vergessen, wie das geht, schwanger zu werden oder warum hält er es für besser, das zu verhindern?“

Und genau an dieser Stelle kommen wir zu den Emotionen rund um die Fehlgeburt.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft Frauen mit genau solch einer Geschichte zu mir kommen, wir das Erlebte in eine neue Ordnung bringen, danach dem Unterbewusstsein Bescheid sagen, dass alles gut ist und sie wieder bereit sind, schwanger zu werden und ich später die Meldung bekomme, dass sich ein kleiner neuer Mensch ankündigt.

Selbst wenn du nicht gleich wieder schwanger werden solltest, ist es doch ungleich schöner, im inneren Frieden mit dem Erlebten in die Zukunft zu gehen.
Ja, es ist anstrengend, sich mit seinen Emotionen auseinanderzusetzen, aber es tut auch so gut, weil es sich danach friedlich und entspannt anfühlt. Das ist auch das Feedback, was ich von den Frauen bekomme, mit denen ich die Fehlgeburt aufarbeite. Mir geht es um die mentalgesunde Zukunft einer jeden verwaisten Mutter.

Leider erlebe ich es aber auch, dass Frauen sich diesen Weg nicht zutrauen und denken, dass sie mithilfe einer assistierten Befruchtung die emotionale Seite umgehen können. Mehr Technik, mehr Hormone anstatt emotionaler Arbeit.

Das Blöde ist nur, dass auch assistierte Befruchtungen keine Garantie für eine Schwangerschaft sind, schon gar nicht, wenn das Unterbewusstsein sagt „geht nicht, lassen wir besser“. Und mit jedem Monat der frustrierenden Wartezeit wird das Vertrauen in den Körper geringer.

Nun eine IVF nach der anderen zu machen, könnte ein bisschen so sein, als würdest du auf eine gesperrte Straße zuzufahren, hinter deren Sperrung die Fahrbahnt aufgerissen ist. Da kommst du einfach nicht weiter. Du kannst mit dem Fahrrad fahren, du kannst ein Auto nehmen, du kannst auch einen Bus nehmen. Das ändert an der aufgerissen Straße nichts.

Mir tut es dann immer leid, wenn ich eine Kundin partout nicht davon überzeugen kann, dass es sinnvoll sein kann, die Baustelle aufzuräumen.
Was könnte die Folge sein? Dass sie mehrere Behandlungen in der Kinderwunschklinik durchläuft und nach mehreren Fehlversuchen doch noch Hilfe in Anspruch nimmt oder sie irgendwann zu der Erkenntnis kommt, dass sie den Kinderwunsch vielleicht aufgeben muss.

Natürlich habe ich es auch schon erlebt, dass eine Frau trotz der Erlebnisse mit Hilfe einer IVF schwanger wurde, dann aber die Angst vor einem erneuten Verlust die Schwangerschaft beschattete und diese sich dann auch weiter durchzog durch die Geburt und ins Wochenbett.

Manche haben einfach Angst vor ihren Emotionen und nehmen im schlimmsten Fall sogar in Kauf, auf das Glück einer erneuten Schwangerschaft zu verzichten.
Wichtig ist mir, dass jeder seinen Weg gehen darf und zu diesem Weg auch stehen sollte.
Nur wenn dieser Weg steinig werden sollte und das nur, weil jemand Angst hat seiner Trauer zu begegnen, finde ich es sehr schade. Trauer ist ein Gefühl wie jedes andere. Es ist nicht schlimmer als andere Gefühle, wir sind nur weniger geübt mit der Trauer umzugehen.
Und genau dabei helfe ich dir gerne.



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